Teneriffa Taganana und seine Rolle in der Geschichte Spaniens

Taganana hat viele Geschichten zu erzählen

Die Geschichte des Städtchens Taganana ist mit der Geschichte der Guanchen und der Geschichte der spanischen Eroberung stark verbunden. Bis zum Ende des 15.Jahrhunderts lebten die Ureinwohner in Taganana und der Umgebung friedlich mit ihren Tieren, die dort ruhiges und abgeschiedenes Weideland fanden. Diese Zeit war auch die Zeit der Guanchen. Doch dieses friedliche Leben wurde durch die blutrünstige Eroberung des Spaniers Alonso Fernández de Lugo ausgemerzt. Die Eroberung fand im Jahr 1459 statt. Er hatte das Ziel, nachdem er Taganana gründete, diese Stadt und das Gebiet zum lukrativsten und einflussreichsten Gebiet für Zuckerrohranbau zu machen. Um sein Ziel zu erreichen, erbaute Alonso Fernández de Lugo viele Verbindungswege. Einer davon ist der „Camino Real de Las Vuelta“, welcher sich zu einem heute sehr begehrten Wanderweg zum Wandern entwickelt hat. Nach dem der Zuckerrohranbau endete, wurde auf Terrassenfeldern angefangen Wein anzubauen. Noch bis heute ist die Stadt von einem Meer aus Reben umgeben.



Teneriffa Taganana an der Nordspitze der Insel

Teneriffa Taganana ist an der Nordspitze der Insel gelegen und ist über Santa Cruz und San Andrés zu erreichen. Der Ort befindet sich am Nordhang des Anagagebirges. Fährt man über die Serpentinenstraße, so erhält man einen faszinierenden Blick über Santa Cruz und den Atlantik. Bereits auf der Fahrt über Teneriffa nach Taganana lässt sich im Vorbeifahren die Vielfältigkeit der Vegetation bestaunen. Es gibt einen bestimmten Punkt, der Ort wird auch die „Grenze zwischen zwei Vegetationshälften“ genannt, wo einem ein herrliches Schauspiel der Natur geboten wird. Auf der einen Seite, je nachdem in welche Richtung man fährt, sieht man wie alles in einem satten Grün erstrahlt und auf der anderen Seite erblickt man lediglich einige wenige Kakteen und ansonsten ödes Gestein. Die Straße hat zum Teil ein Gefälle von 16% und ist recht eng, weswegen auf den Gegenverkehr besonders geachtet werden sollte. Die Fahrt endet noch vor dem Ortseingang.

Teneriffa Taganana kommt gänzlich ohne PKW aus

Auf Teneriffa in Taganana fahren keine Autos. Den Ort gilt es lediglich zu Fuß zu besichtigen. Daher befindet sich am Eingang des Ortes ein Parkplatz. Teneriffa Taganana ist bekannt für seine kleinen und schmalen Gassen, die ein Gefälle von bis zu 15% haben können. Die Fahrt mit einem Auto durch solche enge Gassen und solch einem Gefälle wäre zu gefährlich. Bis 1960 musste man sich zu Fuß auf den Weg machen oder auf einem Esel reiten um die Stadt zu erreichen. Taganana wird besonders gern von Wanderern und Bergsteigern besucht, die die Stadt als Ausgangspunkt für ihre Unternehmungen und Touren nehmen. Der „Roque de las Ánimas“ ist einer der schwierigsten Felsen auf Teneriffa, den man besteigen kann. Für erfahrene Bergsteiger eine reizvolle Herausforderung. Der Ort hat, dank seiner abgeschiedenen Lage, seine malerische und idyllische Atmosphäre noch nicht verloren. Wer in die vergangenen Zeiten Teneriffas eintauchen möchte, kann hier vieles von seiner Ursprünglichkeit sehen. Es befindet sich eine aus dem 16 Jahrhundert stammende Kirche in Taganana, die „Nuestra Señora de las Nieves y San Blas“. Im Inneren der Kirche gibt es ein Triptychon, welches ebenso alt ist wie die Kirche.

Interessante Fakten rund um Taganana im Überblick:

  • an der Nordspitze der Insel gelegen
  • am Nordhang des Anagagebirges
  • Kirche mit Triptychon